"Malen können bis zum Schluss!“ - Lotte Laserstein, die Menschenmalerin
Schulen am Hufenweg, Mensa
Die deutsch-schwedische Malerin Lotte Laserstein (1898 – 1993) ist eine herausragende Vertreterin der sogenannten „verschollenen Generation“. Zwischen 1925 und 1933 erregten ihre faszinierenden Menschenbildnisse, die mit ihrer frappierenden Realitätstreue sogar die Werke der Neuen Sachlichkeit übertrafen, in Deutschland großes Aufsehen. Doch 1933 wurde die in Ostpreußen geborene, evangelisch getaufte Künstlerin zur Jüdin erklärt und ins Exil nach Schweden gezwungen. Dort musste sie auf sich allein gestellt wieder mühsam ihre verlorene Stellung in der Kunstwelt erkämpfen. Doch Lotte Laserstein hat nie aufgegeben, denn ihre eigentliche Heimat hatte sie nicht verloren: "Ich hätte die Jahre nicht durchstehen können, in denen mir alles genommen wurde: Familie, Freunde und Heimat, hätte ich nicht meine eigene Wirklichkeit im Malkasten gehabt.“
Dr. Thomas Carstensen erzählt KunstGeschichten im wahrsten Sinne des Wortes. Ausgestattet mit viel Bildmaterial lässt er für die Zuhörenden nicht nur die Werke der präsentierten Künstler*innen lebendig werden, sondern macht sie zu guten Bekannten. Die Verbindung aus Werk und Leben lässt beide in einem anderen Licht erstrahlen.
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